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Zeitzeugin Anna Hackl: Erinnerungen an die „Hasenjagd“ vor 80 Jahren

Anna Hackl mit 2 SchülerinnenIm Rahmen der Gedenkveranstaltungen zum 80. Jahrestag der „Hasenjagd“ besuchte Zeitzeugin Anna Hackl die Mittelschule Grein, um den Schülerinnen und Schülern von den dramatischen Ereignissen des Februars 1945 zu berichten.
Damals gelang rund 500 sowjetischen Offizieren die Flucht aus dem KZ Mauthausen. Die meisten von ihnen wurden jedoch von der SS und vom Volkssturm erbarmungslos gejagt und getötet. Nur wenigen gelang es, sich in der Bevölkerung zu verstecken. Zwei der Flüchtlinge fanden bei der Familie Langthaler in Schwertberg Unterschlupf – eine mutige Entscheidung, die für die Familie Lebensgefahr bedeutete.


Anna Hackl, damals erst 14 Jahre alt, erlebte diese Zeit hautnah mit. Ihre Eltern versteckten die beiden Soldaten, obwohl ihnen bewusst war, dass die Strafe dafür der sichere Tod sein konnte.
In Grein berichtete sie eindrucksvoll von ihrer Angst, aber auch von der Entschlossenheit ihrer Familie, Menschlichkeit zu bewahren. Die Schülerinnen und Schüler folgten ihren Worten gespannt. „Es ist wichtig, dass wir die Geschichte nicht vergessen“, betonte Hackl. „Nur wenn wir uns erinnern, können wir aus der Vergangenheit lernen.“
Die Veranstaltung war ein eindrucksvoller Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Geschichte und eine eindringliche Mahnung für die junge Generation, sich für Menschlichkeit und Zivilcourage einzusetzen.


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